Logo  Schlosspark Frohburg 1. BA.
 
 

Sanierung des Hauptweges und der Terrassen im oberen Schlosspark



Der Schlosspark ist Teil des ehemaligen Rittergutes Frohburg mit den Vorwerken Röthigen und Kleineschefeld, welches vor 1945 eines der größten Güter in Sachsen war. Das Schloss ist komplett saniert und wird von der Stadt Frohburg für das Museum, die Bücherei und das Schlosscafé genutzt. Der bürgerliche Leipziger Kammer- Kommissionsrat und Kreishauptmann Johann Gottfried Blümner (1728 1798) ersteigerte 1777 das überschuldete Rittergut. Dessen Sohn Ernst Blümner schuf in den Jahren 1805 bis 1815 eine klassizistische Gartenanlage. Vorbilder waren u. a. der Wörlitzer Park, aber auch die Anlagen in Weimar. Der Park wurde nach Ernst Blümners Tod innerhalb der Familie bis 1945 vererbt. Die Familein Blümner sowie Krug von Nidda und von Falkenstein erhielten die Parkanlage im wesentlichen in ihrem klassizistischen Urzustand. Nach 1945 wurde der obere Schlosspark von Hort und Kindergarten genutzt. Wege, Baumbestand und Gartenhaus erhielten nur eine minimale Pflege.


Ziel der Planung war im 1. BA
In einem 2. Bauabschnitt soll das Gartenhaus und der bis dahin führende Weg saniert werden

Zustand vor dem Beginn der Bauarbeiten.

Blick vom Parkeingang in Richtung Gartenhaus.

Wegebauarbeiten.

Der Weg vom Parkeingang hinunter zum Flüssschen Wyhra hat ein Längsgefälle bis zu 17 %. Er wies sehr starke Erosionsschäden auf. Aus denkmalpflegerischen Gründen war die Pflasterung nicht möglich. Beideitige gepflasterte Muldenrinnen, starkes Quergefälle und mehrere Querschläge sichern die Entwässerung der wassergebundenen Decke. Zusätzlich wurde in den am stärksten geneigten Abschnitt Stabilizer eingemischt. Drei Jahre nach Fertigstellung sind nur geringe Erosionsschäden feststellbar.


Blick auf die obere der beiden Terrassen.

Die beiden Terrassen wurden nach 1945 abgebrochen. Um 1990 konnte die obere Terrasse wieder hergestellt werden. Sie wurde begradigt, mit einem Rabattengeländer versehen und mit Parkbänken ausgestattet.


Tor am Parkeingang

Das Tor wurde nach denkmalpflegerischem Befund im Zustand vor 1945 erneuert.

Blick auf die untere Terrasse

Zustand ein Jahr nach Fertigstellung
Ein wesentliches Merkmal der Anlage war der vollkommen untypisch gewachsene Spitzahorn am Parkeingang. Der stark bruchgefährdete Baum blieb als Naturdenkmal mit Abstützung erhalten. In den Wurzelbereich wurde ein junger Baum nachgepflanzt, der später die Funktion des markanten Altbaums übernehmen soll. 2016 erfolgte dann die Beseitigung des Altbaumes